Lesung "Freiheit ist keine Metapher"

Lesung "Freiheit ist keine Metapher"
Dienstag | 12. März 2019 | 18:30 Uhr


Der Sammelband Freiheit ist keine Metapher erinnert an das Glücksversprechen der Emanzipation, das seit den 1990er Jahren, im Zuge der Popularisierung von Genderfeminismus, Antirassismus und Queer Theory, verworfen worden ist – historisch, politisch wie theoretisch. Rund 40 Autorinnen und Autoren untersuchen in sieben thematischen Sektionen wesentliche daraus resultierende Fehlentwicklungen, die heute in den angeblich aufgeklärten Arealen der Wissenschaft und im zeitgenössischen Aktivismus dominant anzutreffen sind: so etwa Kulturrelativismus, Ethnopluralismus oder die Renaissance antiimperialistischer Ideologie. Die Beiträge verfolgen überwiegend einen analytischen Anspruch und haben zum Ziel, die mit Beißreflexe ersichtlich gewordenen Probleme weiter zu ergründen. Die vier Untersuchungsgegenstände Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik werden dabei aus dezidiert geschlechter- wie sexualitätspolitischer Warte angegangen.

Zwei Autoren des Bandes, Ali Tonguç Ertuğrul und Sabri Deniz Martin, stellen diesen gemeinsam mit Herausgeber Vojin Saša Vukadinović vor. Die drei Vortragenden werden sich dabei auf die Frage nach dem Wissenschaftsverfall in der Gegenwart konzentrieren.